Geht doch!

Sekou Sidebe, ein junger Dachdecker-Azubi aus Guinea, bekommt eine Perspektive und darf erst einmal in Leverkusen bleiben. Wir Grüne haben diese Entscheidung des Oberbürgermeisters und der Verwaltung, sehr begrüßt – auch wenn sie zu lange gedauert hat und erst die Härtefallkommission des Landes entscheiden musste. Ich bin froh, dass die Ausländerbehörde und der Oberbürgermeister ein Einsehen hatten – warum es dazu immer erst höhere Instanzen bedarf, ist mir allerdings unerklärlich.

Sekou Sidebe hat jetzt eine Duldungsbescheinigung. Was uns gewundert hatte: Zunächst hatte er lediglich eine andere Bescheinigungen erhalten, die gar nicht im Aufenthaltsgesetz verankert ist, eine Art Fantasiebescheinigung also. Die hat die Leverkusener Ausländerbehörde erklärtermaßen nicht nur diesem Fall ausgestellt, sondern auch in 50 weiteren Fällen. Sven Weiss, unser grüner OB-Kandidat und ehemaliger Fachreferent für Migration der Landeshauptstadt Düsseldorf, sagte dazu: „Die ausgestellten Bescheinigungen sind keine Aufenthaltsbescheinigungen. Im Gegenteil: Sie sind de facto nichts. Es ist lediglich ein Papier, welches Personalien dokumentiert.“

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